Keine Versöhnung mit Deutschland!

Infoabend am 01. Februar im Dosto (Bernau)

Der 13. Februar 2010 steht ins Haus und es sieht zum Einen nicht danach aus, als hätte Dresden in diesem Jahr ausnahmsweise keine Lust sich selber zu betrauern. Nein, das komplette Gegenteil ist zu erwarten, denn die Bombardierung jährt sich zum 65. Mal. Zum Anderen ist erneut mit etlichen tausend Nazis zu rechnen. Das Interesse an einer Blockade dieses Aufmarsches wächst, allerdings auch nur in der radikalen Linken. Zivilgesellschaft und Politik machen hingegen wenig Anstalten sich dem Aufmarsch wirklich in den Weg zu stellen. Kritik, in welchen Formen auch immer, ob praktisch oder theoretisch, ist also gefragt!

Einen Überblick der Aktionen findet ihr auf den folgenden Seiten:

- Venceremos Antifa Dresden
- Bündnis „No Pasaran“

Infoabend
Am 01. Februar 2010 findet im Dosto (Bernau) eine Info- und Mobilisierungveranstaltung ab 19.00 Uhr zum Nazi-Großaufmarsch/ Gegenaktivitäten am 13. Februar in Dresden statt.

Anreise
Ab Berlin wird es am Freitag, 12. Februar (nachmittags) eine gemeinsame Busanreise zur Vorabenddemo am Abend in Dresden geben. Karten sind für 8 € in den Schwarze-Risse-Buchläden zu haben. Zurück nach Berlin geht es Samstagabend.

Desweiteren fahren auch Samstag Busse aus Berlin (Info) und Eberswalde (Info) nach Dresden und zurück.

Rechercheteam Biesenthal

Das Rechercheteam Biesenthal informiert mit einem Blog über die Naziaktivitäten in Biesenthal und Umgebung.

„Denn nur wenn die BiesenthalerInnen wirklich umfassend informiert werden, sind sie in der Lage sich aktiv und wirkungsvoll dem Treiben der örtlichen Naziszene entgegenzustellen.“

>>> www.biesenthal.blogsport.de

Provinz Party Politk

Am 19. und 20. Dezember 2009 findet im Dosto (Bernau) ein Wochenendseminar unter dem Titel „Provinz Party Politk“ statt.

Bei diesem Seminar wird es unter anderem um folgende Themen gehen:

- Was ist Links?
- Warum Antifa?
- Wie kann ich Kritik äußern?
- Identität?

Außerdem wird es tolle Filme, großartige Musik und gutes Essen geben! Bei Bedarf wird auch ein Kreativ-Workshop angeboten.

Bitte 5 Euro Verpflegungsgeld mitbringen und kurze Anmeldung unter:
polit-ag[ät]dosto.de oder 03338/5590.

Flyer:

Demonstration gegen Residenzpflicht, Gutscheinsystem und Lagerzwang in Eberswalde

[Inforiot] Am Donnerstag, dem Tag der Menschenrechte, demonstrierten etwa 70 Menschen unter dem Motto „Keine Bewegung? Doch!“ in Eberswalde. Aufgerufen hatte die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“, ein Zusammenschluss engagierter Schüler_innen, zur nunmehr dritten Demonstration gegen Rassismus.

Im Aufruf forderten die Veranstalter_innen: „Schluss mit Sonderregelungen, die Flüchtlinge isolieren, ausgrenzen, kriminalisieren und krank machen.“. Sie protestieren für die Abschaffung des Wertgutschein-Systems, der Heimunterbringung und der sogenannten Residenzpflicht, welche Flüchtlingen verbietet den ihnen zugeteilten Landkreis ohne Erlaubnis zu verlassen.

In verschiedenen Redebeiträgen der Kampagne, des Brandenburger Flüchtlingsrates und eines betroffenen Flüchtlings wurde auf die menschenunwürdigen Bedingungen hingewiesen, unter denen Flüchtlinge in Deutschland zu leben haben. Das „Übergangswohnheim“ in Althüttendorf (Landkreis Barnim) wurde hier exemplarisch genannt. Auch wurde der Kreistag Barnim an seinen Beschluss vom Januar 2009 erinnert, demzufolge Flüchtlinge für ihren Lebensunterhalt statt der bisherigen Wertgutscheine nun Bargeld erhalten sollen. Doch noch Monate nach dem Beschluss bekomme der Großteil der Flüchtlinge weiterhin Gutscheine. Ebenso appellierten die Organisator_innen an die Brandenburger und Berliner Landesregierung, die sich bekannt hatten, die Residenzpflicht innerhalb der Länder abzuschaffen. Bisher passierte diesbezüglich jedoch nichts.

Die Kampagne „Light me Amadeu“ ist seit 2006 aktiv gegen Rassismus. Sie erinnern jedes Jahr an den Tod von Amadeu Antonio Kiowa, der am 6. Dezember 1990 als erstes Opfer rassistischer Gewalt nach der Wiedervereinigung, in Eberswalde starb. Am vergangenen Sonntag erinnerten 80 Menschen, während einer Kundgebung der Kampagne, an den Tod Amadeus‘.

Weitere Informationen zur Kampagne www.light-me-amadeu.de

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